Tritt unserem Telegram-Kanal bei für Wettbewerbsnews, neue Gewinnerinnen und Casting-AufrufeBeitreten
ModelContest

Beauty Model werden: Was du als Gesichtsmodel wirklich brauchst

Als Beauty Model oder Gesichtsmodel zählen vor allem gepflegte Haut, ein ausdrucksstarkes Gesicht und gute Close-up-Fotos. Die Körpergröße ist fast egal, und auch das Alter ist viel flexibler als im Fashion-Bereich. Für die Bewerbung brauchst du natürliche Nahaufnahmen bei Tageslicht, ohne Filter und mit wenig Make-up.

8 Minuten Lesezeit Aktualisiert am 30.10.2026

Du bist vielleicht nicht 1,78 m groß, bekommst aber oft Komplimente für deine Haut, deine Augen oder dein Lächeln? Dann könnte Beauty genau dein Bereich sein. Wer Beauty Model werden will, braucht ganz andere Voraussetzungen als ein Laufsteg-Model. Hier geht es um Nahaufnahmen, um Haut, Haare, Zähne und Ausstrahlung. In diesem Guide erfährst du, was Gesichtsmodels machen, was Kunden suchen, wie du dich vorbereitest und wie du dich bewirbst.

Was macht ein Beauty Model?

Beauty Models, oft auch Gesichtsmodels oder Face Models genannt, stehen für Produkte, bei denen das Gesicht oder einzelne Details im Mittelpunkt stehen. Typische Jobs:

  • Hautpflege: Cremes, Seren, Sonnenschutz, Reinigung – hier ist ebenmäßige, gesunde Haut gefragt.
  • Make-up und Kosmetik: Lippenstift, Foundation, Augen-Make-up, Nagellack. Oft werden Vorher-nachher-Bilder gemacht.
  • Haare: Shampoo, Farbe, Styling-Produkte, Friseur-Kampagnen. Gesunde, kräftige Haare sind ein großer Vorteil.
  • Zahnpflege: Zahnpasta, Zahnaufhellung, Zahnarztpraxen – ein schönes, natürliches Lächeln zählt.
  • Brillen und Schmuck: Ohrringe, Ketten, Brillengestelle, bei denen Gesicht und Hals im Fokus sind.
  • Bewegtbild: Kurze Videos für Social Media, Online-Shops oder Werbespots.

Beauty Model werden: Welche Voraussetzungen zählen?

Die gute Nachricht: Viele klassische Hürden der Modelbranche gelten hier nicht. Hier ein ehrlicher Überblick:

MerkmalWie wichtig?Was Kunden oft suchen
Hautsehr wichtigGesund, gepflegt, möglichst ruhig; kleine Unregelmäßigkeiten sind oft kein Problem
GesichtszügewichtigAusdrucksstark und fotogen; perfekte Symmetrie ist nicht nötig
Zähne und Lächelnwichtig für WerbungGepflegt und natürlich
Haareje nach JobGesund und glänzend, für Haar-Kampagnen oft lang oder auffällig
Körpergrößekaum wichtigMeist egal, da vor allem Close-ups gemacht werden
AlterflexibelVon jung bis reif, etwa für Anti-Aging-Produkte

Ein Mythos hält sich hartnäckig: Du musst kein perfekt symmetrisches Gesicht haben. Viele erfolgreiche Gesichter haben gerade durch Besonderheiten Wiedererkennungswert, etwa Sommersprossen, eine markante Nase, eine Zahnlücke oder auffällige Augenbrauen. Wichtiger ist, dass die Kamera dich mag und du vor ihr entspannt bleibst.

Auch Tattoos oder Piercings im Gesicht schließen dich nicht automatisch aus, können aber die Zahl der passenden Jobs verringern, weil viele Kosmetikmarken ein möglichst neutrales Gesicht zeigen wollen. Kleine Ohrpiercings sind meist kein Thema. Gib alles ehrlich in deiner Bewerbung an, dann weiß die Agentur, für welche Kunden sie dich vorschlagen kann.

Was du dagegen brauchst: Geduld. Bei Beauty-Shootings wird oft lange an Licht und Details gearbeitet, und du musst kleine Bewegungen präzise wiederholen können.

So bereitest du dich vor

Hautpflege

Du musst keine teuren Produkte kaufen. Eine einfache, regelmäßige Routine wirkt meist mehr: sanfte Reinigung, Feuchtigkeit, täglicher Sonnenschutz und genug Schlaf. Probier vor wichtigen Terminen keine neuen Produkte aus und verzichte kurz vorher auf starke Peelings oder Behandlungen, die Rötungen machen können. Wenn du Hautprobleme hast, die dich belasten, sprich mit einer Hautärztin.

Hände, Nägel, Lippen und Brauen

Bei Beauty-Jobs kommen oft auch Hände ins Bild, etwa wenn du ein Produkt hältst. Gepflegte, kurze und neutrale Nägel sind ideal. Halte Lippen geschmeidig und deine Augenbrauen natürlich in Form, ohne sie stark zu verändern. Agenturen und Kunden mögen es, wenn sie dich noch gestalten können.

Vor der Kamera üben

Üb vor dem Spiegel oder mit der Handykamera: kleine Kopfdrehungen, Blick über die Schulter, ein Lächeln mit und ohne Zähne, entspannter Mund, Augen weit offen ohne starren Blick. Gute Beauty Models können mit minimalen Veränderungen sehr unterschiedliche Ausdrücke zeigen.

Welche Fotos brauchst du für deine Bewerbung?

Für die Bewerbung als Gesichtsmodel brauchst du vor allem saubere Nahaufnahmen. So machst du sie:

  1. Setz dich vor ein Fenster mit weichem Tageslicht, das Licht kommt von vorne. Keine pralle Sonne, kein Blitz.
  2. Haare aus dem Gesicht, am besten zurückgebunden, dazu ein schlichtes Top in neutraler Farbe.
  3. Kein oder nur sehr wenig Make-up, damit man deine echte Haut sieht.
  4. Lass dich auf Augenhöhe fotografieren, mit der Hauptkamera des Handys, nicht der Selfie-Kamera, und ohne Beauty-Modus.
  5. Bearbeite nichts. Kein Weichzeichner, keine Retusche.

Diese Aufnahmen solltest du mitschicken:

  • Close-up frontal mit neutralem Ausdruck
  • Close-up mit Lächeln, mit sichtbaren Zähnen
  • Profil links und rechts
  • Dreiviertelprofil
  • Ein Foto mit offenen Haaren
  • Ein Halbkörper- und ein Ganzkörperfoto, damit die Agentur dich als Ganzes sieht

Ein häufiger Fehler ist, nur stark geschminkte Fotos zu schicken. Wer als Gesichtsmodel arbeiten möchte, sollte zeigen, wie die Haut ohne Foundation aussieht. Ein bis zwei Bilder mit leichtem Make-up kannst du ergänzen, wenn sie zeigen, wie wandelbar du bist. Schick lieber sechs scharfe, gut belichtete Bilder als zwanzig ähnliche.

Dazu kommen deine Basisdaten: Alter, Wohnort, Größe, Haar- und Augenfarbe, Hauttyp und ob du Tattoos oder Piercings im Gesicht hast.

Ein Beauty-Shooting: Was dich am Set erwartet

Ein Beauty-Shooting ist ruhiger und genauer als viele Fashion-Jobs. Meist kommst du mit sauberer, ungeschminkter Haut, damit die Visagistin von Null anfangen kann. Das Make-up dauert oft lange, weil jedes Detail in der Nahaufnahme sichtbar ist. Danach wird das Licht eingerichtet, und du sitzt oder stehst sehr nah an der Kamera.

Der Fotograf arbeitet dann mit sehr kleinen Veränderungen: Kinn ein paar Millimeter höher, Blick leicht nach links, Mund minimal öffnen. Oft hältst du ein Produkt neben dein Gesicht, trägst eine Creme auf oder streichst dir durchs Haar, und das viele Male hintereinander, bis alles stimmt. Es kann auch sein, dass zwischendurch nachgeschminkt oder die Haut abgepudert wird, weil Glanz in der Nahaufnahme sofort auffällt.

Diese Dinge helfen dir am Set:

  • Komm ausgeschlafen und mit gut durchfeuchteter, aber nicht frisch eingecremter Haut, wenn nichts anderes abgesprochen ist.
  • Sag vorher Bescheid, wenn du Allergien oder sehr empfindliche Haut hast.
  • Halte deine Augen entspannt und blinzle bewusst zwischen den Aufnahmen, damit sie nicht tränen.
  • Bleib geduldig, auch wenn eine Einstellung zwanzigmal wiederholt wird. Das ist im Beauty-Bereich völlig normal.

Wer ruhig und konzentriert bleibt und Anweisungen schnell umsetzt, wird gern wieder gebucht. Gerade im Beauty-Bereich arbeiten Kunden oft lange mit denselben Gesichtern zusammen.

Wo gibt es Jobs als Beauty Model?

  • Modelagenturen: Viele haben einen Beauty- oder Commercial-Bereich. Bewirb dich über das Formular auf der Website.
  • Commercial-Agenturen: Sie vermitteln für Werbung, Online-Shops und TV und suchen oft „echte“ Gesichter jeden Alters.
  • Castings: Kosmetikmarken, Friseure und Fotografen suchen regelmäßig Gesichter. Auf unserem Casting-Board findest du geprüfte Castings von Agenturen und Marken.
  • Friseur- und Make-up-Schulen: Sie brauchen oft Models für Schulungen und Wettbewerbe. Das bringt Erfahrung, ist aber meist unbezahlt oder gering vergütet.
  • Test-Shootings: Mit Fotografen und Visagistinnen kannst du auf TFP-Basis an deinem Portfolio arbeiten.

Ein Online-Profil mit guten Close-ups hilft dir, einen Überblick über deine besten Bilder zu bekommen. Auf ModelContest kannst du zum Beispiel ein kostenloses Profil mit druckbarer Sedcard anlegen und erste Rückmeldungen sammeln.

Wie wird man als Beauty Model bezahlt?

Die Bezahlung ist sehr unterschiedlich und hängt vom Kunden, von der Dauer und vor allem von den Nutzungsrechten ab. Grob gilt:

  • Tages- oder Stundenhonorar: Für das Shooting selbst.
  • Buyout bzw. Nutzungsrechte: Zusätzliches Geld dafür, wie lange, wo und in welchen Medien deine Bilder genutzt werden. Bei großen Kampagnen kann dieser Teil wichtiger sein als das Honorar.
  • Agenturprovision: Wenn du über eine Agentur gebucht wirst, behält sie einen vereinbarten Anteil.

Kleine Jobs für lokale Salons oder Schulen bringen oft wenig Geld, aber Erfahrung und Bilder. Lass dir vor jedem Job schriftlich bestätigen, was du bekommst und wofür deine Bilder verwendet werden.

Abzocke erkennen und sicher bleiben

Auch im Beauty-Bereich gibt es unseriöse Angebote. Achte auf diese Warnsignale:

  • Vorabgebühren: Für Aufnahme, Kartei oder Website. Seriöse Agenturen verdienen nur an gebuchten Jobs.
  • Kauf-Shootings: „Du brauchst erst unser Beauty-Shooting-Paket.“ Das ist ein bekanntes Geschäftsmodell.
  • Behandlungen gegen Bezahlung: Wenn du für ein „Model-Casting“ eine Kosmetikbehandlung selbst bezahlen sollst, ist das kein Job.
  • Private oder Nacktfotos: Für Beauty-Jobs braucht niemand freizügige Bilder per Chat.
  • Druck und Eile: „Nur heute“, „sofort unterschreiben“.
  • Keine Überprüfbarkeit: Kein Impressum, keine Adresse, nur ein Messenger-Kontakt.

Wenn bei einem Shooting Produkte auf deine Haut kommen, frag vorher nach den Inhaltsstoffen, besonders wenn du empfindlich oder allergisch bist. Nimm zu ersten Terminen eine Begleitperson mit und lies unseren Sicherheitsguide.

Unter 18?

Dann sind Bewerbungen und Jobs Sache deiner Eltern oder Erziehungsberechtigten. Sie sollten Anbieter prüfen, dabei sein und Verträge unterschreiben. Unsere Seite ist erst ab 18.

Beauty Model werden: Deine nächsten Schritte

  1. Pflege deine Haut ein paar Wochen lang mit einer einfachen Routine.
  2. Mach Close-ups bei Tageslicht, ohne Filter und mit wenig Make-up.
  3. Such Agenturen mit Beauty- oder Commercial-Bereich und prüfe Impressum und Board.
  4. Schick deine Bewerbung mit Fotos und Basisdaten ab.
  5. Sammle parallel Erfahrung über Test-Shootings und geprüfte Castings.

Beauty Model werden ist für viele realistischer als der Laufsteg. Mit gepflegter Haut, ehrlichen Close-ups und etwas Ausdauer kannst du in diesem Bereich gut Fuß fassen.

Fragen und Antworten

Wie groß muss ein Beauty Model sein?

Für Beauty- und Gesichtsjobs spielt die Körpergröße kaum eine Rolle, weil vor allem Nahaufnahmen gemacht werden. Wichtiger sind Haut, Gesicht und Ausstrahlung.

Muss ich ein symmetrisches Gesicht haben?

Nein. Perfekte Symmetrie ist keine Voraussetzung. Viele gefragte Gesichter fallen gerade durch Besonderheiten wie Sommersprossen oder markante Züge auf.

Bis zu welchem Alter kann man Beauty Model werden?

Es gibt keine feste Altersgrenze. Gerade für Hautpflege und Anti-Aging-Produkte werden auch reifere Gesichter gesucht.

Welche Fotos brauche ich als Gesichtsmodel?

Natürliche Close-ups bei Tageslicht: frontal neutral, mit Lächeln, Profil links und rechts, Dreiviertelprofil, dazu ein Halb- und Ganzkörperfoto. Ohne Filter und mit wenig Make-up.

Darf ich mit Hautunreinheiten Beauty Model werden?

Kleine Unregelmäßigkeiten sind oft kein Problem, und manche Kampagnen suchen bewusst echte Haut. Für reine Hautpflege-Jobs ist eine ruhige, gepflegte Haut aber ein klarer Vorteil.

Weitere Ratgeber